INTERIOR & DESIGN

Halle: Hans+Grete im Vintagerausch

Jetzt ist es tatsächlich fast ein Jahr her, dass ich mich von der Stadt an der Saale verabschiedet habe. Wir sind freundschaftlich verblieben, aber von inniger Liebe waren wir weit entfernt. So wird es wohl auch bleiben. Und dennoch, zwei Dinge fehlen mir ganz schrecklich an Halle: das Mitte Ende Mai (mein Lieblingscafé) und der tägliche, lechzende Blick in die Schaufenster von Hans+Grete, das damals noch in der Ludwig-Wucherer-Straße war. Damals wie heute in der neuen Location versammeln sich in diesem feinen Laden die aberschönsten Vintageschätze, liebevoll kombiniert.  Möbelstücke, die einst in Fabriken, Werkstätten, Schulgebäuden und Arztpraxen ihren Dienst geleistet haben und nun gut aufpoliert die besondere Stimmung ihrer Zeit und Orte neu versprühen. 

Die Eltern von Hans+Grete, das sind übrigens Sven Düwel und Helen Schneider. Und lasst euch eines sagen: Wenn jemand eine so schöne Fundgrube mit nostalgischen Schätzen schaffen konnten, dann die beiden. Sven war knapp 10 Jahre lang in der Marketingabteilung von IKEA und damit grundvertraut mit Einrichtungsprodukten. Helen wiederum ist als Kommunikationsdesignerin Geschichtenerzählerin auf visueller Ebene. Irgendwie logisch, dass im Doppelpack ein Möbelgeschäft herauskam, wo man mit jedem Ding gleich drei Bände Geschichte gratis dazu bekommt. Sie erzählen, wie schweißtreibend es für kleine Jungs und Mädels in High Waist Shorts war, mit dem viel zu schweren Medizinball Fitnessübungen zu machen. Oder wie am Milchtag früher die gerade in Glasflaschen abgefüllte, fettreiche Milch mit dem Metallkasten vom Bauern nach Hause getragen wurde. Wie spät wohl noch Opa in seiner Autowerkstatt zu Hause rumgeschraubt hat? Davon verraten die alten Industrielampen und die Werkzeugschränke. Doch alles nur dem, der genauer hinsieht; der tiefer sieht und so viel mehr als nur Form und Material. Ich glaub, ich muss mich korrigieren: Die Dinge erzählen gar nicht. Sie flüstern uns ganz leise ihre Geschichten zu.

So viel Nostalgie und Fantasie nun mal bei Seite. Man traut seinen Augen kaum, auf welche großartigen Schätze man im Ladengeschäft trifft. Jedes einzelne hat Sven auf Märkten entdeckt und mit Herz und Blut wieder aufgemöbelt. Wer einen Blick durch den Laden schweifen lässt, dem fallen sofort die vielen ROWAC-Produkte auf. Für die alten Hocker, Stühle, Werkzeugschränke und Spinde des 1888 gegründeten Unternehmens Robert Wagner Chemnitz – damit übrigens eines der ersten Serienproduzenten von Betriebsinventar – hat Sven anscheinend ein besonders schwarfes Auge. Was für ein Glück! So warten die nun in guter Gesellschaft auf ein zweites oder drittes Leben.  Und machen uns alle Vintagerausch-gleich schwach.

Hans+Grete
Kleine Ulrichstr. 18
06108 Halle (Saale)

Di – Fr 12:00 – 18:00 Uhr
Sa 10:00 – 14.00 Uhr

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Jedes Detail zählt: Weißes Gold von Barbara Schmidt zu sehen

Unsere Wege kreuzten sich erstmalig in Weißensee, als ich für meinen Bachelorarbschluss in ihr Semesterprojekt wechselte. Damals hatte ich noch keinen blassen Schimmer, welche Persönlichkeit sich hinter dem Namen verbirgt. Ich wusste nur eines: Wer Projekte zum Thema „Mahlzeit“ anbietet und in seinem Projekttext ausschreibt, Essen mit allen Sinnen zu erforschen, bespielen und durch Produkte aus Porzellan, Glas und/oder Metal mitzugestalten, ist – wie sagt man so schön – near and dear to my heard. Unsere Gemeinsamkeiten wurden um eine mehr, seitdem ich an der Burg Giebichenstein Halle/Saale mein Masterstudium angefangen habe. Denn etwa Ende der 1980er Jahre hat Barbara Schmidt die Ausbildung in dem Fachgebiet Glas-Keramik-Porzellan genossen. Unter dem selben Lehrer wie auch ich. Seit 1991 arbeitet sie bei KAHLA Thüringen Porzellan, wo sie immer wieder neue Essgewohnheiten in ihren Entwürfen aufgegriffen und so das Unternehmen auf neue, erfolgreiche Wege gelenkt hat. Ihren mehrfach preisgekröhnten Designs (meist KAHLA Produktionen) mit Gespür für Feinheiten, Sinnlichkeit und cleveren Benutzungsmöglichkeiten ist nun eine ganze Ausstellung in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt gewidmet. 

Unter dem Motto „Fünf Sinne – Jedes Detail zählt“ sind in der Einzelausstellung zahlreiche Service aus dem KAHLA Sortiment und ein paar wenige Arbeiten aus dem Berliner Atelier, das übrigens im Kollwitzkiez liegt, zu sehen. Wer die einzelnen Entwürfe vergleicht und mit dem Auge durchdringt, entdeckt Barbaras Leidenschaft für Funktion, Japanisches, Köstliches, Poetisches. So deckeln sich in mehreren Serien verschiedene Einzelteile untereinander ab – was die Untertasse des einem war ist der Deckel des anderen (z.B. Update). Oder die langgezogenen Tellerkanten bei Elixyr, die Barbara als modernen Henkel begreift. Letztes Jahr hat hat sie mir in der Metallwerkstatt der UdK verraten, dass sie der Gedanke, jeder Löffel sei eine kleine Schüssel mit Griff, zum Elixyr-Enwurf inspirierte. So poetisch und sinnlich wie dieser Ansatz sind auch ihre Atelierporzellane: Zylindrische Becher mit einem Bodenrelief, das wortwörtlich von Glück und anderem Wohlergehen erzählt. Strahlend weißes Obst und Gemüse als Tischaccessoires. Und ein Ring mit Korkdiamant, befüllbar mit dem feinsten Parfum, auf dass seine Trägerin immer und überall verführerisch gut riecht.

Mit offenen Augen durch die Ausstellung zu gehen. Das ist mein großer Rat an alle Besucher. Wer in kindlicher Manier unter die Tische mit seinem Blick kriecht, entdeckt Gießformen, Gipskerne und andere Dokumente des Entwurf- und Produktionsprozesses. Wer genau in die Schüsseln sieht, findet feines Süß aus Japan. Und auch die Vitrine im Eingang, die Barbara Schmidt mit ausgewählten Designklassikern bestückte, die sie persönlich als Designerin prägten, geben Einblicke in die Arbeits- und Denkweise dieser bedeutenden deutschen Gestalterin der jüngsten Vergangenheit. 

Wen es also bald nach Halle verschlägt, sollte unbedingt alle Sinne spitzen und hier auf Entdeckung des weißen Goldes gehen:

Fünf Sinne: Die Burg-Absolventin Barbara Schmidt im Kontext des 100. Jubiläums der Kunsthochschule Halle
25.04. – 17.06.2015

Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06112 Halle/Saale
Mi-So 14:00 – 18:00 Uhr
Eintritt 3€ /Ermäßigt 1€

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Hingesetzt und aufgepasst

Neue Stadt. Neue Wohnung. Ein neues Zuhause ist es längst nicht geworden. Grund dafür ist wahrscheinlich meine Einrichtungssituation. Die ist – ich sag mal – essentiell-minimalistisch. Im Grunde tut dieser Freiraum gerade gut. Dennoch denke ich gerne an die hyggeligkeit rund ums Sofa in meiner Berliner Wohnung zurück. Das Wohnzimmer mit seinem gepolstertem Möbel ist für mich nämlich das Herzstück von Wohnen. Geselligkeit. Gemütlichkeit. Entspannen. Zuhausesein! Genau das bedeutet für mich ein Wohnzimmer und genau diese Eigenschaften gilt es als Designer einem Sofa einzuhauchen. Nebst Qualität und gutem Aussehen natürlich! Dass es leider nur wenige Sofas gibt, die das geschafft haben und dazu noch bezahlbar sind, weiß jeder, der schon einmal auf Suche danach gegangen ist.

Als ich vor zwei Jahren selbst Suchende war, habe ich bei einer Freundin ein Sofa entdeckt, das mich vom ersten Anblick an mit seinen Proportionen und dem Bezugstoff beeindruckt hat – TOM von sitzfeldt. Was ich dort sah, ist auch das, womit sich das junge Berliner Unternegmen rühmen kann – nämlich gutes Design in bester Qualität und das zu einem unschlagbaren Preis. Dafür haben sich die Gründer Anna und Clemens Deyerling und Julius Martini mit Sebastian Herkner und Steffen Kehrle renommierte Designer zur Seite genommen, die es verstehen Designersofas mit Charakter zu gestalten. Für die hohe Qualität in der Umsetzung derer Entwürfe sorgt dann eine verantwortungsbewusste Produktion in Europa. Dass sitzfeldt all das noch zu einem moderaten Preis anbietet, liegt an der kundenorientierten Geschäftsidee, Sofas on demand zu produzieren. Über online-Vertrieb wird das sitzfeldt-Stück direkt zum Kunden gebracht – ohne unnötige Kosten für Zwischenhändler, Lager- und Verkaufsflächen. 

Wie die drei Betriebswirtschaftler zum Sitzmöbel gekommen sind, war eine von unzähligen Fragen, die mir Geschäftsführerin Anna Deyerling bei meinem zweistündigen Showroombesuch beantwortet hat. Die Antwort darauf fällt mit dem Apfel nicht weit vom Stamm: durch ihren Vaters, der  in der Position des Zwischenhändlers gearbeitet hat, hatten die Gründergeschwister schon früh Einblicke in das Geschäft mit Möbeln. Von den langjährigen Kontakte ihres Vaters profitiert sitzfeldt. Viele sind Zulieferer und Partner des Unternehmens, teilen die hohen Qualitätsansprüche der sitzfeldter und produzieren alle in Europa. Darin zeigt sich, welchen hohen Stellenwert Nachhaltigkeit bei sitzfeldt einnimmt.

Besonders zeigt sich das Nachhaltigkeitsbewusstsein in der Wahl der sitzfeldt-Stoffe. So stammen die Lederbezüge von der deutschen Firma Heller, die seit 1920 in vierter Generaton exklusives Leder gerbt und das so umweltbewusst, dass sie als einzige Gerberei weltweit mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist. Schließlich gab es 2013 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für so viel Engagement für eine umweltbewusste Produktion.

Als Produktdesigner mit den Schwerpunkten Textil und Keramik sind die Bezugsmaterialien ein Bereich, den ich gern genauer unter die Lupe nehme. Für mich muss deren Gewebe optisch aus engster Nähe genauso wie aus der Ferne imponieren und darüber hinaus auch haptisch überzeugen. Diesen hohen Anspruch an Textilien teilen die sitzfelder mit mir. Sie achten auf möglichst hohen Anteil von Naturfassern und beziehen ihre Gewebe von einem italienischen Familienbetrieb. Dass sitzfeldt nicht wie alle anderen führenden Möbelproduzenten vom dänischen Trendproduzenten kvadrat bezieht, hat zwei Gründe, die mir Anna verraten hat.  Zum einen haben sie sich die Webereien in Italien angeschaut und waren von Produktion wie Qualität der Stoffe überzeugt. Doch viel mehr wollen die drei Gründer auch durch ihre Stoffwahl sich von anderen Sofas abheben. Einfach sitzfeldt sein. Einfach rundum gute Sofa machen.

Doch wenn man mich fragt, macht sitzfeldt nicht nur gute Sofas. Auch das Drumherum ums Sitzmöbel liegt den sitzfeldtern genauso sehr am Herzen. Darum hat sitzfeldt auch Kissen, Decken aus feinem Merino-Kaschmir-Mix im Heribone-Muster und den stylischen Beistelltisch Game gestaltet. Die zeitgenössische, klare Formensprache des Kehrle-Entwurfs hat mich sofort angesprochen. Seitdem träume ich von Game in meiner Wohnung genauso sehr wie selbst einmal Ideen zu sitzfeldt beizutragen…

Was soll ich noch mehr sagen? Rüberklicken oder am besten Probesitzen in einem der zwei Showrooms von sitzfeldt:

Showroom Berlin
Engeldamm 60
10179 Berlin

Showroom Köln
Im Zollhafen 14
50678 Köln

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Und der Transparenz wegen: Dieser Post ist weder gesponsert, noch aus irgendeiner Kooperation entwachsen. Er entspringt reiner Überzeugung von Design und Qualität der sitzfeldt-Sofas, meiner Sympathie mit der Unternehmensphilosophie und einem spannenden Gespräch mit Gründerin Anna Deyerling. 

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Rückschau

Im mutigen Abenteuer angekommen, umgeben mich nun wieder Gipswerkstatt, Glasurlabor und Brennöfen. Nur eben alles vierfach so gut ausgestattet! Dennoch denke ich gerne an die kleine Keramikwerkstatt in Weißensee zurück. Gerade wenn der Ofen noch abkühlte, war es so gemütlich warm dort drinnen. Die Erinnerung ist ein guter Anlass, um auf mein Abschlussprojekt zurück zu blicken. Und endlich davon zu zeigen!

Ausgangspunkt des Projektes waren meine Beobachtungen, wie Kaffee und Kuchen am Sonntag aktuell stattfindet. Auffällig war dabei der Einzug der Buffetkultur. Sie löste die strikte Ordnung von Geschirr und Schlemmereien auf der klassischen Kaffeetafel auf. Heute stehen meist nur noch Kaffee und Gebackenes auf dem Tisch – nebst Stapel an Tassen, Tellern und Besteck, an denen die Gäste sich selbst bedienen. Gegessen wird deshalb meist im Stehen oder im Sitzen auf der Couch.

Das OFF THE TABLE Set aus Teller, Unterteller, Tasse und Kuchengabel passt sich diesen veränderten Gewohnheiten an. Der Porzellanteller fasst bequem ein großes Stück Kuchen und Tasse zugleich. Aufgrund des voluminösen Bodens des Untertellers aus Ahorn lässt sich das Set problemlos in verschiedenen Positionen in einer Hand halten oder kann auf dem Schoß beim Sitzen abgestellt werden. Der Teller wird also zum neuen Tisch. Kuchengabel und Kaffeetasse sind dabei so konzipiert, dass sie kleinere Postionen bedingen und auf diese Weise auch bewusstes Genießen. Ist man mit dem Kaffee und Kuchen fertig, lässt sich der Porzellanteller abnehmen und der Ahornteller für einen leichten nachfolgenden Gang nutzen – Baguette, Käse und Trauben eignen sich dafür perfekt.

Hier ein kleiner Einblick in das Making-Of der Porzellanteile: 

Einen vollständigen Einblick in die Entwicklung meiner Arbeit gibt’s in der digitalen Version des OFF THE TABLE Buches – von der Ausgangsidee, über Entwurfsprozess und Umsetzung bis hin zu den finalen Fotos.  Allerdings auf Englisch.

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Der Dritte und das Mitbringsel Nr°1

Ausgepustet

Die Kerzen sind wieder ausgepustet. Wie der Rauch danach, so schnell war auch der dritte Advent verflogen. Wenigstens fühlt es sich bei mir weihnachtlicher an, seitdem mehr Kerzen angezündet werden und ein wenig Tannengrün die Wohnung ziert. Die jungen Tannenzweige sind noch ganz zart. Fast schon weich. Da muss ich ab und an mal drüber streicheln.

Weiß hinterm Grün

Es grünt so grün, dort in der Vase

Getannt

Schwarze Lineaturgestalt

Was mich mindestens genau so freut ist mein Nr°1 Mitbringsel aus meinem Reisejahr: Morgens Lassen’s Kubus. Für mich ist er die beste Erinnerung an meine neue Herzenstadt Kopenhagen. Dort kann man ihn in fast jedem Haus sehen, wenn man durch die Fenster hinein illert. Nicht nur wenn die Kerzen brennen und ihr warmes Licht verströmen sorgt der Kubus für die hyggeligkeit, die die Dänen ausleben. In ihrem designten Zuhause. All das sehe ich wieder, immer wenn ich zum Kubus rüber blicke. Ich muss dann ab und an kurz auflachen. Weil ich fünf mal ins Illums Bolighus bin, mir Mut angeschaut habe, um meinen Verstand und Geldbeutel zu überwinden. Und weil aus diesem Grund der eine mit dem Kopf schüttelt. Wie bitte kann man so viel Kubusliebe für ein schwarzes Drahtgestell haben?

 

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The candle light has gone out. Already the third advent sunday passed by. But I’m getting into Christmas mood with every additional candle that is allowed to light and every look I have upon my fir sprigs. Its branches are so soft. I have to stroke over it every now and again. Dear international readers, I was quite lazy in translating my posts for you. I’m sorry and really want to improve! So let’s get started with it:  
As much as about this fig sprigs I am glad about my Nr°1 souvenir that I bought in my beloved Copenhagen. Morgens Lassen’s cube is the best way to remember the cozy atmosphere of this city. If you’re there you will immediately  see lightened candles. They are in every danish home. As well as Lassen’s cube. When I have a look on my one I always have to start smiling. Because I went five time to Illums Bolighus before I was brave enough to lose my mind and buy this design classic. And I do because that’s the reason that my one shakes his head – how can you like that much a black metal frame?

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INTERIOR & DESIGN

DDW Favorite

Atelierblick

Es war meine zweite Dutch Design Week, die ich am Sonntag (hach, ist das schon wieder lange her) besucht habe. Auch dieses Jahr war die Graduation Show der Design Academy Eindhoven fest auf der Tagesordnung eingeplant. Wie immer waren die Abschlussarbeiten konzeptionell sehr stark. Dennoch haben mich die Ateliers beim Piet Hein Ekk nachhaltiger beeindruckt – ganz besonders das von Ontwerpduo, Rene Siebum und Steven Banken. Die letzten beiden machen Möbel und andere wunderbar puristische Arbeiten, bei denen die natürliche Schönheit der Hölzer im Vordergrund steht.

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Geräumt

Holzfärbung

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INTERIOR & DESIGN

Woanders

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Es ist noch gar nicht so lange her als ich in meinem Ravelry Postfach eine Nachricht von der mir damals noch unbekannten Mademoiseele C entdeckte. Sie hatte sich in die Story meiner ON THE PATTERN of land Decke verguckt und wollte gerne mehr darüber erfahren. Klar! Geschichten sind zum Weitererzählen da!
So kam es, dass wir von Ravelry PMs auf Email wechselten und mich Caroline über mein Strickprojekt ausfragte. Meine Antworten zu ihren spannend-schwierigen Fragen hat Caroline vom Englischen ins zarte Französisch übersetzt – alles nun auf dem Webzine In the loop zu lesen. Kramt euer Französisch hervor (oder lasst euch von google translate helfen) und stöbert euch durch das wollig warme Webzine, das mein Strickerherz bereits erobert hat.

Merci beaucoup à Mademoiselle C! C’était grandiose d’écrire avec toi!

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Just recently I got a ravelry message from Mademoiselle C whom I didn’t know at that time.She told me she fell in love with the story of my ON THE PATTERN of land blanket and wanted to know more about it. Sure! Stories are meant to be told!
We quickly changed to e-mail and Caroline asked me a lot of serious questions about my knitting project. She amazingly translated my answers in the soft style of the french language. Now you can read the whole story on the webzine In the loop. Warm up your french (or ask google translate for help) and get knitting-crazy about this awesome webzine.
Merci beaucoup á Mademoiselle C! C’était grandiose d’écrire avec toi!

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INTERIOR & DESIGN, LEBEN & GENIESSEN

Rückblickend

Erste Inspirationsquellen

… war der Sommer einer aus dem Bilderbuch. Die Sonne schien und schien (und scheint eigentlich immer noch). Über mir, neben mir, vor mir. Sie hat auch Schatten geworfen und einiges an Schweiß gekostet. Doch die warmen Monate in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden waren in jedem Fall ganz besonders wertvolle. Unvergessliche.
Zurück zu blicken ist eine ganz eigenartige Sache. Es holt die Zeit zurück, die Überfliegerin. Was so schnell vorbei gezogen ist, fühlt sich plötzlich wie eine Ewigkeit an. Der Blick in den Rückspiegel macht mir bewusst, was ich alles zum Wachsen ausgesät habe – und was mich selbst reifen lies. So ein Blickwinkel macht dankbar! Immer wieder neu.

Erste Proben

Gekont

Stapelware

Im Moment schaue ich natürlich am meisten auf das „FROM:TO“ Projekt im TextielMuseum Tilburg zurück. Nicht nur, weil es nun in der Platform des Museums ausgestellt ist (noch bis 27.Oktober!). Viel mehr, weil es mir gezeigt hat, wie ich arbeite. Und woran ich arbeiten sollte. Ich bin dankbar für die unzählbaren Kontakte aus der Textilszene und noch mehr für den ins furniture design. Der Designer und Möbelschreiner hinter making design hat mir ein Dreierlei aus Ahorn für die Ausstellung angefertigt und es sogar persönlich nach Tilburg gebracht. Der Austausch untereinander ist Horizont erweiternd und hat meine Meinung verfestigt: Textil und Möbel gehören zusammen. Nicht zwingend verbunden mit Kleber oder Tacker. Aber im großen Kontext von Wohnen und Leben, weil sich das Weiche/Bewegliche der Stoffe eben erst mit dem Stabilen/Statischen der Möbel komplettiert.

Ausstellungsmöbel

Eingetaucht

Ich bin ganz neugierig: Worauf blickt ihr zurück? Was lässt euch dankbar werden? Was erweitert euren Horizont?

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INTERIOR & DESIGN

Busy busy

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Was macht die da eigentlich in Kopenhagen, fragt ihr euch bestimmt. Und das berechtigt. Schließlich hab ich kaum davon berichtet, was ich von 9 bis 9 in dieser Designskole treibe. Die Antwort ist knapp und sitzt: Nen Stuhl.

Inspiriert von Diamanten, Frau MiMa’s Himmelis und Elisa Stozik (Stern an meinem Designerhimmel!) habe ich lange nach einem guten Form für die Sitzschale (hjortron, du weißt bestimmt besser wie man shell übersetzt) gesucht. Kaum zu glauben, doch der Holzweg war der schnellste: Bambusspieße und Unmengen an Heißkleber haben mir blöde Winkelberechnungen erspart. Experiment statt kleinkarierte Genauigkeit!

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Noch 3 Wochen bis zum Examen. Es geht jetzt ans Eingemachte! Der Lounge Chair muss jetzt in GROSS her und ich dafür noch viele Details klären. Welches Holz? Wie die Beinkonstruktion fixieren? Welcher Bezugstoff und vor allem wie am Holz fixieren? Welche Polsterung? Das schreit nach Arbeit. Ich will zurück schreien und zwar: Fertig!

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CRAFTS, INTERIOR & DESIGN

ON THE PATTERN

Blanket Love

Darauf habt ihr vielleicht schon lange gewartet: Das Endergebnis meines Wollmegashoppings, die übergroße Familiendecke!
80% schweißtreibende Merinowolle. 14% erschwerende Öko-Tex Baumwolle .1% dänisches Leder und doch 100% Land. Nicht nur weil sie von mir und meinen gestaltet ist, auch weil sich in der Konstruktion aus linken und rechten Maschen unser Grundstück wieder findet. Unser Haus plaziert sich darauf als abstrakte dunkelgraue Form und bietet Stauraum. Für meine aktuellen Strickprojekte. Die neue KINFOLK. Ich muss nichts mehr für einen gemütlichen Abend zusammen suchen. Alles ist in einer Decke. Meiner Decke.

Result

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Die andere Decke, das ist die meiner Eltern. ON THE PATTERN gibt es nämlich in doppelter Ausführung. Das hat mein Konzept dahinter verlangt:
Die Decke ist ein Versuch, mit meinen Eltern einen gemeinsamen ästhetischen Nenner zu finden, den  zu visualisieren und zu materialisieren. Sie soll uns als Familie widerspiegeln, quasi ein zeitgemäßes Familienwappen sein. Alleridngs eines, das täglich benutzt wird, statt im Regal zu verstauben, und so für Verbundenheit sorgt. Ganz schön verstrickt, diese Decke.

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INTERIOR & DESIGN

Kaspers seine Frau

Nach dem Geschmack meiner Mom ging grün und blau nie, aber auch nie nie zusammen. Und so hat sich in meinen Kindheitserinnerungen ihr kritischer Blick und ein spöttischer Spruch verankert. Denn Grün und Blau geht dem Kasper seine Frau. Doch zusammen müssen diese Farben jetzt erst recht sein, weil ich gestern mein Versprechen, jeden Tag von der DMY zu posten, nicht gehalten hab. So kommt Grün und Blau einfach in einen Farbtopf und kleckert die letzten Bilder raus:

aus Pappe geschichtetes Regalmodul – einfach zusammenpuzzeln, wie man’s braucht

Dieser schaukeltopf hat mich am meisten entzückt. Da könnte ich im Schaukelstuhl mit meinen Blumen synchron wippen

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INTERIOR & DESIGN

Natur macht weiter

Kunsthochschule Kassel . Regale aus Metal und unzähligen Fäden

Endlich mal eine gut aussehende Steckdosenverlängerung, die sich sogar noch als Briefbeschwerer und Türstopper äußerst gut macht. Christian & Susanne Pade . Plug³ Die Steckdose . Beton und Porzellan

Aus der Postkarte einfach das Kugelschreiberskelett basteln, Gummi drüber ziehen, kurz in den Backofen und raus kommt ein Kugelschreiber, der sich ungemein gut anfässt. Von: Fraser Ross . DIY Pen . Bastelset aus Sperrholz und Warmschrumpfgummi

Garantiert immer ein induvidueller und anpassungsfähiger Tisch: Einfach nur die Tischplattenelemente verschieben. Von: Dörte Ahlgrimm & Kathrin Scheidt . Vierzig . Nussbaum, Esche und Schichtholz

Hat mich als Textiler in seinen Bann gezogen: Ein mit dünnem Holzdreiecken überzogener Viskosestoff, der die herrlichsten Formungen von selbst annimmt. Von: Elisa Strozyk . Wooden Textile . Gemischtes Holz und Viskose

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INTERIOR & DESIGN

Weiß fängt an

Den Feiertag habe ich ausgekostet, um die DMY zu besuchen. An unzählige Stühle, Lampenschirme, Vasen und Regalen haben sich meine Augen wund gesehen. Ein Produkt schöner als das andere, noch funktionaler oder noch schlichter. Da war meine Merkfähigkeit gezwungen sich extern zu verlagert. Und zwar auf die Speicherkarte der Kamera. Doch das ist ganz gut so. Bis zum Ende des Festivals gibt es deshalb jeden Tag einen farbigen Einblick in die Designerwelt und meine Lieblingsstücke. Dann mal los – mit ein bisschen Weißheit.

DMY
International Design Festival Berlin
01.-05-Juni 2011
Flughafen Berlin Tempelhof :: Eingang Paradestraße U6
Tagesticket: €12/Red.€8

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