LEBEN & GENIESSEN

Zickzack für die kleinsten Füße

Wahre Stricker kennen keine Sommerpause! Diesen Ehrencodex treu zu bleiben, fällt bei diesem kühlen Sommer (kann man das überhaupt so betiteln?) ziemlich leicht. Ich persönlich mag es auch lieber, wenn das Garn sommerlich dünn ist, das durch meine Finger läuft, während die Nadeln wild zappeln. Socken sind da von Juni bis September ideale Strickprojekte ! 

Und wie hab ich mich letztlich unsterblich in dieses graphischen Paar verliebt! Doch weil aktuell nur Zeit für Kurzprojekte und stash-Aufbrauchen bleibt, musste eine Babyversion draus werden. Gesagt getan – zwei Muster schnell  zusammengeworfen, hier und da etwas abgeändert. Klapper klapper und nach wenigen Abenden war sie fertig: Meine Graphic Chevron Baby Socks-Abwandlung, die bald die zarten Füße eines kleinen Mega-Bootsbauers umzickzacken und beringeln.

Zum Nachstricken gibt es eine englische Anleitung mit Infos wie Nadelstärke und verwendeter Wolle hier im pdf. In dem Sinne: Happy summer knitting!

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Vorhang auf…

… für mein erstes selbst genähtes Kleidungsstück! Der Kimono war ein Geschenk an den einen und hat eine lange Entstehungsgeschichte hinter sich. Angefangen hat dieses Nähprojekt vor etwa einem Jahr als ich in Kopenhagen ständig im Nähraum der Royal Danish Academy – School of Design war. Dort hatte ich mich in die japanischen Stoffe verliebt und gleich 3m  Tencel gekauft, mit dem Vorhaben bis zum Geburtstag von dem einen daraus einen Kimono zu nähen. Dank meines „Can do“-Syndroms hatte selbst die Tatsache mich nicht davon abhalten können, dass ich weder Schnittmuster gefunden noch im Allgemeinen irgendeine Erfahrung im Modenähen hatte. 

Mit „Yes, I can.“ ging es optimistisch los. Heimlich bei seiner Hose und seinem Shirt Maße abgenommen und halt ein eigenes Muster erstellt. Zugeschnitten, geoverlocked und promt die falschen Seiten der Hosenbeine zusammen genäht. Ähäm…
So wurde „I can do“ schnell erweitert mit „with professional help“. Schließlich gab es genügend Modestudenten um mich herum, die mir beratend zur Seite standen. Auch wenn ich den Kimono bis zum Geburtstag alles fertig bekommen hatte, die professionelle Beratung hat dem Endergenis nur bedingt geholfen. Die Hose war ihm viel zu lang und am Oberteil unterm Arm eine hässliche Stoffraffung. Nach fast einem Jahr hab ich es nun endlich geschafft, die Hose zu kürzen, ein Band für den Hosenbund zu besorgen und den Kimono damit tragbar zu machen. So ganz zufrieden bin ich immer noch nicht, aber zumindest um einige Erfahrungen reicher. Das ist wahrscheinlich das Entscheidendere.

Nun bin ich gewappnet mit einer Menge Fehlerfahrungen. Und die sind bekanntlich die mit dem höchsten Lerneffekt. Deshalb hier nun in gesammelter Form die wesentlichsten Tricks, die ich beim Kimononähen schmerzlich erlernt oder beigebracht bekommen habe :

1. Wo bei Oberteilen Arm, Vorder- und Hinterteil es zu Raffungen kommt, ist der Winkel wohl zu spitz. Für Kräuselfreiheit sorgt nur einer nahe 90°.
2. Bei der Hose näht man beide Hosenbeine zuerst am Innensaum entlang (1.). Dann ein Hosenbein auf Rechts umkrämpeln und dieses in das auf Links stecken (siehe 2a).So kann man ganz easy (wie in 2b) die Naht von Hinten bis vorn zum Hosenstall nähen.
3. Bei einem Hosenschnitt mit zulaufenden Hosenbeinen die Nahtzugabe am Beinsaum weder weiter zu laufend noch gerade weiterziehen, sondern wieder auslaufend anzeichnen!
4. Ähnlich wie bei der Hose verlaufen die Nähte auch am Armansatz: wieder erst horizontal, dann vertikal zusammennähen.

Habt ihr weitere Tips? Was sind eure Langzeitprojekte?
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Hot pots are welcome

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Mich hat mit dem neuen Jahr wieder mal eine richtige Strickwut gepackt. Den ganzen Tag könnte ich mich durch ravelry klicken, Projekte faven und queuen. Bei meiner langen Favoritenliste (aktuell 454 Designs und Projekte) ist mir schon länger klar, dass ich niemals nie nie nie alles stricken werde. Nie die Zeit hätte es Stricken zu können. Davon lass ich mich aber nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil: In den letzten zwei Wochen habe ich so viele Projekte angeschlagen, dass meine sechs addi Seile gar nicht reichen! Eine Menge UFO’s schwirren also in meinem Strickkorb herum. Ein Strickweltraum, der schwerelos macht.

Potholder0

Home_Potholder_01

MakingOf

Schon länger sind diese Black’n’White Potholder von dem Work in Progress-Kosmos neben der Couch in die Küche umgezogen. In Holland hatte ich sie angeschlagen, nachdem mir meine Freundin aus dem TextielLab Reste des italienischen Garns Marco von Lineapiù Italia Spa überlassen hat. Das Garn vergrößert sein Volumen, wenn man es dampfbügelt. Damit hält es auch den heißen Töpfen stand. Das Highlight sind die ledernen Hänkel. Die sind so schnell gemacht (Cuttern – Lochen, – Nieten) und erzeugen eine tolle Material- und Farbkombinaton. Harmonischer Kontrast. Pradadox, aber wahr.

Potholders

Die Muster für Black und White stell ich bald zum Download hoch. So ein pdf braucht länger als gedacht.
Good things take time.

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Aufgebäumt

Aufgebäumt im Fensterbrett

Von Weihnachtstimmung ist bei mir dieses Jahr nichts zu merken. Da haben auch keine Maronen oder Mandarinen geholfen. Ob das an dem Wiedereinlebensstress liegt? Oder an der Berliner Frau Holle, die noch nicht aus ihrem Sommerschlaf aufgewacht ist? Kausales Geflecht! Mit Sicherheit!
Ich habe meine Wohnung jedenfalls mir selbst an gepasst und nur ein paar Highlights aus der Weihnachtskiste geholt. Ein echtes Fichtlein wie letztes Jahr zu schleppen, blieb dem einen somit erspart. Stattdessen ziert ein gezipfeltes Bäumchen das Fensterbrett. Mit Lichterketten und bunten Kugeln behangen. Weich und so gut bestofft.

Aufgebäumt

Aufgebäumt und Aufgeräumt

Kaffiknopf hat mir das lustige Bäumchen geschenkt. Und sich beim Nähen extra für mich um ein bisschen weniger Farbe als sonst bemüht (Danke, das hat sich gelohnt! Der Stoff ist mein Baumtraum!).
Soweit ich weiß, ist so ein Bäumchen nicht allzu schwer. Eine kurze Anleitung hab ich hier gefunden. Doch für Geheimtipps  – wie Linsen zum Beschweren einzunähen – fragt Mirjam am besten selbst: So

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Dear international readers, I was quite lazy in translating my posts for you. I’m sorry and really want to improve! So let’s get started with it:  
Christmas mood did not arise so far. I’m guessing  it’s because I’m still settling in after moving back to Berlin and waiting for real winter snow. Anyway, it caused that I did not feel that much like decorating for Christmas. Just this little fabric tree shows it’s already advent season. Kaffiknopf sewed this cheerful tree for me as a present. It’s said to be not that difficult to do. Here is a brief tutorial. For insider tips (like putting some lenses into the tree to weight it down) better ask Mirjam.

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Verwickelt: Cascade Yarn

Aufgetischt

Aus dem Gepäck der einen Schwester sind in Amsterdam zwei dicke Wollknäul gerollt. Die beiden Cascade 220 Heather sind nur der Startschuss für die Winterstricksaisaon und den Pullover, den ich für den einen daraus stricken will. Letztes Jahr hatte ich ihm bereits den Browstone von Jared Flood mit Cascade 220 Wool gemacht und war sowohl von Wolle als auch Muster begeistert. Die Cascade pillt kaum, ist ziemlich strapazierfähig und damit für Pullover, die häufiger getragen werden sollen, gut geeignet. Außerdem hält die peruanische Schurwolle kuschelig warm. Zumindest meint das der eine.
Mit der Waldgrünen 220 Heather schlage ich wieder ein Pullover von Jared Flood an. Die schönsten Designs für Männer kommen aus seinem Studio Brooklyn Tweed! Und auch sonst würde ich mir fast jedes Muster von ihm kaufen. Doch diesmal stricke ich den Fort ganz ohne Anleitung und frei nach gesehen. 

Dream a little dream of yarn

PS: Meine Cascade kaufe ich immer bei Leine et Tricot in Frankreich. Die ist dort so unschlagbar günstig, dass sich die Bestellung aus Frankreich trotz der höheren Portokosten lohnt!

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The two skeins of  Cascade 220 Heather that one of the sisters brought with to Amsterdam for are the beginning of this winter knitting season and the starting point for anther sweater for my beloved one. Last year I knitted already the Brownstone sweater for him using Cascade 220 Wool. I loved both the yarn and the Jared Flood Pattern! Cascade doesn’t really pill, its hard-wearing and therefore ideally suited for knitting sweaters.
This forest green 220 Heather is going to become another Jared Flood Design. He just makes the best patterns for men’s knitwear! And I could buy almost every one that Brooklyn Tweed offers. But for the Fort, I won’t use a pattern but knit as I can guess from the pictures.
PS: I always buy my Cascade yarns at Leine et Tricot. There you just get the best deal for a skein!

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CRAFTS

Autumn Hat

Weldraad Als ich meine australische Freundin in Amsterdam wieder getroffen habe, sind wir durch die Haarlemmerdijk geschlendert. Ganz besonderer Zwischenstop war für uns Strickverbündete der Wolladen weldraad, gefunden in der Nr°147. Dort gibt es nur natürliche Garne. Davon ein Knäul weicher als das andere! Meine Hand ging sofort zum Baby Alpaka aus peruanischem Hochland. Dessen Name sagt alles: Angel touch. Autumn Hat Autumn Yarn Was aus dem Bio-Fair Trade-Knäul werden sollte war sofort klar. Ich brauchte Ersatz für meine Baby Alpaca Mütze, über die sich während des Sommers ein paar Motten hergemacht hatten (guten Geschmack kann ich denen schon mal nicht vorwerfen). Hier die kurze Anleitung für das zarte Herbstmützchen – in Englisch, weil das immer noch die beste Sprache für Strickmuster ist: meingefagen_Sidestripe4

For a gauge of 30sts=10cm/4″: CO 130 sts and join in round. 1 Rnd: Knit. 2. Rnd: Purl.

Continue in stockinette stitch until you reach approx. 19 cm/ 7.5 inch from CO edge. Now place st marker after every 26th st and start decreasing as following: Next Rnd: * knit until last 2 sts before marker, k2tog, slip marker, ssk* rep until end of round Next Rnd: Round: Knit until end.

Rep the last two rounds until there are 10 sts on needle. Then k2tog 5x, break yarn, thread it through all remaining sts, pull tight and weave in ends.

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I met my australian friend in Amsterdam before she would finally leave Europe. Together we sauntered down Haarlemmerdijk where we found the amazing yarn store  weldraad in house Nr°147. They only sell natural yarns – one softer than the other. And my pick was a super soft Peruvian baby alpaca – oraganic and fair trade. Its name explains it all: Angel touch. Since moths enjoyed my hat made out of lang yarn baby alpaca (no doubt they had a good taste) I immediately know what to knit with Angel Touch. Above you can find a short pattern for the new baby alpaca hat. In English, of course – it’s just the best language for knitting patterns. Flatter this

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INTERIOR & DESIGN

Woanders

franziskaland_onthepattern_09

Es ist noch gar nicht so lange her als ich in meinem Ravelry Postfach eine Nachricht von der mir damals noch unbekannten Mademoiseele C entdeckte. Sie hatte sich in die Story meiner ON THE PATTERN of land Decke verguckt und wollte gerne mehr darüber erfahren. Klar! Geschichten sind zum Weitererzählen da!
So kam es, dass wir von Ravelry PMs auf Email wechselten und mich Caroline über mein Strickprojekt ausfragte. Meine Antworten zu ihren spannend-schwierigen Fragen hat Caroline vom Englischen ins zarte Französisch übersetzt – alles nun auf dem Webzine In the loop zu lesen. Kramt euer Französisch hervor (oder lasst euch von google translate helfen) und stöbert euch durch das wollig warme Webzine, das mein Strickerherz bereits erobert hat.

Merci beaucoup à Mademoiselle C! C’était grandiose d’écrire avec toi!

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Just recently I got a ravelry message from Mademoiselle C whom I didn’t know at that time.She told me she fell in love with the story of my ON THE PATTERN of land blanket and wanted to know more about it. Sure! Stories are meant to be told!
We quickly changed to e-mail and Caroline asked me a lot of serious questions about my knitting project. She amazingly translated my answers in the soft style of the french language. Now you can read the whole story on the webzine In the loop. Warm up your french (or ask google translate for help) and get knitting-crazy about this awesome webzine.
Merci beaucoup á Mademoiselle C! C’était grandiose d’écrire avec toi!

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INTERIOR & DESIGN, LEBEN & GENIESSEN

Rückblickend

Erste Inspirationsquellen

… war der Sommer einer aus dem Bilderbuch. Die Sonne schien und schien (und scheint eigentlich immer noch). Über mir, neben mir, vor mir. Sie hat auch Schatten geworfen und einiges an Schweiß gekostet. Doch die warmen Monate in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden waren in jedem Fall ganz besonders wertvolle. Unvergessliche.
Zurück zu blicken ist eine ganz eigenartige Sache. Es holt die Zeit zurück, die Überfliegerin. Was so schnell vorbei gezogen ist, fühlt sich plötzlich wie eine Ewigkeit an. Der Blick in den Rückspiegel macht mir bewusst, was ich alles zum Wachsen ausgesät habe – und was mich selbst reifen lies. So ein Blickwinkel macht dankbar! Immer wieder neu.

Erste Proben

Gekont

Stapelware

Im Moment schaue ich natürlich am meisten auf das „FROM:TO“ Projekt im TextielMuseum Tilburg zurück. Nicht nur, weil es nun in der Platform des Museums ausgestellt ist (noch bis 27.Oktober!). Viel mehr, weil es mir gezeigt hat, wie ich arbeite. Und woran ich arbeiten sollte. Ich bin dankbar für die unzählbaren Kontakte aus der Textilszene und noch mehr für den ins furniture design. Der Designer und Möbelschreiner hinter making design hat mir ein Dreierlei aus Ahorn für die Ausstellung angefertigt und es sogar persönlich nach Tilburg gebracht. Der Austausch untereinander ist Horizont erweiternd und hat meine Meinung verfestigt: Textil und Möbel gehören zusammen. Nicht zwingend verbunden mit Kleber oder Tacker. Aber im großen Kontext von Wohnen und Leben, weil sich das Weiche/Bewegliche der Stoffe eben erst mit dem Stabilen/Statischen der Möbel komplettiert.

Ausstellungsmöbel

Eingetaucht

Ich bin ganz neugierig: Worauf blickt ihr zurück? Was lässt euch dankbar werden? Was erweitert euren Horizont?

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Mehr wollen. Wolle wollen.

Aufgeschlagen

Der Himmel hat sich heute zugezogen, wie ein großer Vorhang. Jetzt regnet es Bindfäden (wenn mann die nur verstricken könnte, hach!). Das Rot der Hagebutten glänzt nass im Strauch hervor. Herbst macht sich breit und breiter. Grund genug, um in Wolle und Maschen weiter zu denken. Unterstützt durch eine Dame von Woolmark Niederlande/Belgien und ihre viel zu schönen Wool Lab Bilder-Stoffproben-Ordner. In den Cinque Ports sind meine Augen versunken. Ertrunken.

Dicke Gestricke

Anzugsstoffe

Woolmark Lab

Ich bin überzeugt, die Welt und ich, wir brauchen mehr Wolle. Nichts nachwachsenderes, ökologischeres, weicheres, wärmenderes und regenabperlenders als Wolle! Zum Überziehen! Fürs Zuhause !

Zu Hause, dort steht im Keller noch ein Jutesack voller Schafwolle. So wie sie von der Schafhaut kam. Talgig, dreckig, klumpig. Weil ich immer noch nicht weiß, wie man Wolle säubert, kämmt und verspinnt, nehme ich die Abkürzung und bestelle mir eine Hand voll Knäule Cascade Yarns 220 Wool Heather. Und schreibe auf die Wollwunschliste: Madelinestosh Tosh DKMalabrigo RastaLang Yarns Baby Alpaca, Isager Spinni und die bulky Rowan Big Wool. Damit bleibt die Wolle im Jutesack wohl noch weitere drei Jahre wie frisch geschoren.
Was sind eure wollenen Lieblinge?

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The sky is cloudy again. But today it’s raining. As we Germans literally say – it’s raining threads (imagine if it would be possible to knit with them!). Fall seems to come closer and closer. No better reason to keep on thinking about wool and stitches – supported by a nice women from Woolmark Netherlands/Belgium and her awesome Wool Lab folders including even more awesome pictures and textile samples. In the Cinque Ports folder, I lost myself.
Yes, I’m convinced: The world and me, we both need more wool. Because there’s nothing more regrowing, organic, soft, warm-keeping and water-repellend than wool! To dress with, to decorate home with!
Home – there is still a sack full of virgin wool. Oily, dirty, clumpy wool. Since I still don’t know how to wash, comb and spin it, I will choose the easiest way and order some skeins of Cascade Yarns 220 Wool Heather. And add to my wool-wishlist: Madelinestosh Tosh DKMalabrigo RastaLang Yarns Baby AlpacaIsager Spinni und Rowan Big Wool. I guess so, the wool sack in my basement will stay there for some more years.
What are your favorite woolen yarns?

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Eingefunden

Aufreseilt

Berlin liegt wieder weit hinter mir. Diesmal in Richtung Sonnenaufgang. Eine Woche bin ich nun schon in Tilburg, Niederlande. Holland darf ich nicht sagen, wie ich gelernt habe. Das, wo ich hier bin, ist Brabant! Und das, wo ich meinen Tag verbringe, das ist das TextielMuseum.
Vor zwei Jahren auf einer Studienreise hat mich dieser Ort schon beeindruckt: 20.000 Bücher über Textilien in der Bibliothek. Zeitgenössische Textilien namenhafter Designer in der Ausstellung. Und vor allem eines: Maschinen – Maschinen – Maaaaschinen! Da träumt jeder Garnverliebte davon! Wie gut, dass ich nun hier für ein wenig länger gelandet bin: Mit acht anderen Textilern aus Belgien, Schweden, Norwegen, Finnland und eben Deutschland darf ich im TextielLab des Museums die Maschinen rattern lassen. Im Moment experimentieren wir noch viel in den verschiedenen Disziplinen zwischen Stricken, Weben, Digitaldruck, Lasercut, Sticken und Passementry. In letzterem hatte ich mich heute ausgetobt. Dem langsamsten Teil des Labs. Wo die Maschinen noch am lautesten sind und über hundert Jahr alt.

Dreiergespann

Gut dokumentiert

Ganz schön verzwirnt ging es dort zu: Fäden ziehen, tausend Schritte hin- und her, bis die Wäscheleinen sich spannen. Dann kurbeln, dass die Stränge sich winden. Sie schrumpfen und ziehen mich auf meiner hölzernen Draisine zu sich hin. Rechtsdrehen. Linksdrehen. Farben mischen sich. Materialien auch: Weiche Bio-Baumwolle, grobes Leinen mit warmer Wolle. Die zarten Farbtöne erinnern mich an Zuckerstangen. Nur brechen diese nicht, sondern lassen sich bald umbinden. Ich wil mehr dieser Süße: Mehr Kurbeln. Mich mehr ziehen lassen. Mehr von dieser Schönheit in zarten Strängen.

Farbgemisch

Mehr aus dem TextielMuseum hier. Und vom Europeam Textile Trainee Programm auf dem Blog hier, wo ich nun eine Zeit lang fremdblogge.

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Keep Cool and Knit On: Wärmflachen-Cosy

Winterberry Hot Warter Bottle

Auch bei mir brennt die Hitze und jedes kühle Getränk ist eine Wonne. Doch egal wie hoch das Termomether steigen mag, ich kenn keine Sommerpausen beim Stricken. Die Maschen rutschen selbst dann noch, wenn die Straßen flimmern.
Batti hat mich kräftig ausgelacht, als ich letztes Jahr (oder war es sogar schon vor zwei? Oh Schreck, die Zeit schmilz auch dahin!) am See in Markwart ein Paar Socken gestrickt habe. Dabei kann man Nadel schwingend so gut das Draußensein genießen und sich in kalte Tage reindenken.

In den Winter gestrickt

Das Wintertagträumen hat beim Winterberry Wärmflaschenpullover so gut wie noch nie geklappt. Das Muster ist simpel und lässt sich mit Cascade Yarns 220 (hier in 8400 Charcoal Grey) gut runterstricken. Lässt den Gedanken Freiheit, Reißaus zu nehmen.
Gefunden hab ich es bei meinem kanadischen Star am Strickerhimmel: Postscriplove. Leider hat sie (noch) keinen Blog. Dafür einen atemraubenden Flicker-Fotostream, der noch mehr Kanadaliebe in mir entfacht.

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Die Nadelfrage: Das Addi Interchangable

Wie die Orgelpfeifen

Diese Orgelpfeifen haben mit mir den Weg zurück ins Heimische geschafft. Meine Stricknadeln. Ein treuer Begleiter. Auf jeder noch so kleinen oder großen Reise. Weil mich eine Strickstarterin mit bedeutsamen Nadelfragen kontaktiert hat, will ich nun eine kleine Ode an das lange Rundmetall singen.

Wie die Orgelpfeifen

Als ich bei der Kostümproduktion bei Cloud Atlas eine Woche lang ausgeholfen hatte, musste ich schnell merken, dass man nie genug Stricknadeln haben kann. Damit hatte ich die Eismaschine schnell von meiner Geburtstagswunschliste gestrichen. Und dafür ein Nadelsystem darauf. Eine Entscheidung, die sich vor allem deswegen gelohnt hat, weil ich zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal eine Hand voll Rundstricknadeln hatte. Mit dem System war ich komplett ausgestattet. 3,5. 4. 4,5. 5. 5,5. 6. 7. 8. 9. 10mm. Ich hatte mit einmal die passende Nadel für fast alle Garnstärken und auch noch in drei verschiedenen Kabellängen, die sich mit dem Kupplungsstück auch noch alle miteinander kombinieren lassen. In der Runde. In der Reihe. Beides ist möglich. Und Dank magic loop brauche ich auch fast keine Nadelspiele mehr. Ein Set für alles.

Die größere Nadelfrage war jedoch, welches Set ich gern hätte. Nach vielen Knit Pro Empfehlungen habe ich mich bewusst gegen ein solches entschieden. Ich kann einfach nicht mit knallbunten Nadeln stricken. Dazu hatte ich mehrfach gelesen, dass sich beim Stricken ab und an Nadeln aus der Schraubmechanik lockern und abgefallen sind oder sogar gebrochen. addi arbeit mit einer Kombination aus Stecken und Drehen. Das hat mich überzeugt und tut es immer noch. Die Nadelspitzen sitzen bei Wind und Wetter.
Blieb nur noch die Frage: Welches addi set? Basic, Lace oder Bamboo? Ich bin kein großer Fan von Lacegestricken. Also musste das Material entscheiden. Und das tat es schnell, weil ich damals noch sehr eng gestrickt habe. Auf den Metallnadeln des click Basic rutschen die Maschen schön. Und die Spitzen sind kürzer und gut abgerundet. Damit habe ich mir einiges an Schmerzen erspart, immer wenn ich die Maschen runterschubsen musste. Ein Lockerstricker würde also wahrscheinlich das Bamboo Set wählen. Ein Ästhet wie ich wohl trotzdem zu Metall greifen. Genau deshalb sind diese Nadeln was Großes für mich. Eine echte Freundschaft und wahre Strickfreude.

Nadelfrage_07

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oh boys: Stricken für Babys

Bird Mobile

Es ist schön mit zusehen zu können wie Babybäuche immer kugeliger werden. Und noch schöner, wenn die kleinen Wunder endlich da sind. Ich heiße sie meistens mit Gestricktem ganz warm und freudig Willkommen. Auf der Welt. Im Leben.  Für den Bub einer Freundin und Mucklas zweites Baby hab ich nadelschwingend ein paar Babypatterns ausprobiert:

Gooseberry Hat
Pattern: Gooseberry Hat von Suvi Simola
Garn: Schachenmyr nomotta Cotton Eco (leider wird dieses traumhafte Ökobaumwollgarn bald eingestellt)

Pebble Vest
Pattern: Pebble Vest von Nikol Lohr
Garn: GGH Wollywasch

Baby Bonnet

Bonnet
Pattern: Baby Bonnet von Purl Soho
Garn: Hjertegarn Blend Bamboo, eine dänsiche Baumwoll-Bambusviskose-Mischung – sooooo weich und kuschelig

Garter Stitch Kimono

Kimono

Garter Stitch Kimono
Pattern: Garter Stitch Baby Kimono von Joji Locatelli
Garn: Anna og Clara Bomuldsgarn

Das Spatzen-Mobile hab ich zusammen mit der Mucklaschwester gestrickt. Die Arbeitsteilung tat bei der französischen Strickanleitung gut. Ich musste ja alle Kraft für das anstrengende Zusammennähen am Ende sammeln. Der Fadensalat ist verschwunden und die Vögeln zwitschern jetzt in den Schlaf. Wird Zeit, dass ich wieder zurück nach Berlin komme. Um die Wunderkinder zu bewundern.

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