LEBEN & GENIESSEN

DIY: Flauschige Tassels für Schlüsselbund und Wand

Ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen über die Instagram-Bilder von Martyna Golik. Ganz besonders hat es mir ihr Foto mit zwei Quasten angetan. Die Dinger bieten die besten Proportions- und Formverhältnisse für ausgedehnte Farbspiele. Weil es bei mir nie an Garnresten mangelt, hab ich gleich mal losgelegt und selbst Faden für Faden gewickelt. Gewickelt und umwickelt. Das geht super schnell, kinder(!)leicht und lässt sich an sonnigen Tagen auf der Decke im Park genauso gut werkeln wie bei Gewitterwetter zu Hause.

WAS DU ALLES BRAUCHST 
• Pappe
• Lineal
• Schere
• Garn in drei coolen Farben
• evtl. Markierstift, am besten einen Trickmarker
• Vernähnadel

 

UND SO GEHT’S  
1. Schneide deine Pappe für eine etwa 14 cm lange Tassel auf ein Rechteck von 30 cm mal 10 cm zu und schneide an einem Ende mit der Schere einen kleinen Schlitz ein.

2. Dort hängst du nun den Anfang deines Hauptgarns ein (ich hab hier das hellblaue superfeine Merinogarn genommen) und wickelst wie wild Garn um die Länge der Pappe. So viel bis der Strang sichtbar etwa wallnussdick geworden ist. Jetzt kannst du den Garnstrang vorsichtig von der Pappe ziehen. 

3. Mittig auf dem Strang markierst du mit dem Stift nun die Außenseiten von etwa 7 – 8 cm. Das wird der Bereich, den du umwickelst. Und schon geht’s los! Wickle dein Kontrastgarn (hier schwarz bzw. weinrot) von einem markierten Ende zum anderen; den Faden dicht an dicht und durchaus etwas straff. Wenn das geschafft ist, biegst du den Strang mittig und damit die Umwicklung zu einer Öse. Fixier das Ganze, indem du noch ein paar Runden beide Wickelenden zusammen umwickelst und das Garnende mit der Vernähnadel (wie im Bild oben) mehrfach vernähst.

4. Nun ist alles verrutschfest und du kannst die Enden des Hauptgarns aufschneiden, so dass das Ganze endlich eine echte Tassel wird. Schnipp schnapp! Noch fix das Ende auf eine Länge frisieren.

5. Mit der dritten Garnfarbe umwickelst du noch den „Hals“ der Tassel und setzt so einen weiteren coolen Farbakzent. Vernähen und et voila – Zeit, um kurz vor Freude über deine eigene Tassel und ihre Farbenpracht in die Luft zu hüpfen.

Auch wenn ich nicht das ideale (aka schmutzresistente) Material dafür genommen habe, eine Tassel musste sofort an meinen Schlüsselbund wandern. Bewährt hat sie sich dort von Anfang an: Das ewige Schlüsselsuchen in den Tiefen meines Shopper- oder Canvasbags hat seither ein Ende. Den Puschel findet man einfach in Nullkommanichts. Für die zweite Tassel brauchte ich einen Moment, um mir auszufantasieren, wofür so ein Ding – mal abgesehen vom traditionellen Vorhangraffen – sich noch eignet. Hängende Fäden – wer denkt da nicht an die vielen schönen Mini-Wandteppiche, die gerade alle weben? Also direkt ab an die Wand mit der Geschwistertessel. Und ich glaube der Blick dort hin ist mindestens genauso freudig wie meine seither kurzen Schlüsselgesuche. Wer allerdings genauso wie ich nicht mit dem Garnwickeln aufhören kann, fädelt seine Tassel-Großfamilie einfach an einem Seil auf und kreiert die nächste Generation der Wimpelkette. Perfektes Aha-Mmmh-Oho-Item für die nächste Outdoor-Party. Und die haben ja endlich wieder Saison!

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