INTERIOR & DESIGN

Zuhouzze

2009 wollten das Ehepaar Adi Tatarko und Alon Cohen ihr frisch erworbenes Haus in Kalifornien USA zu renovieren. Dabei erlebten sie den Frust, den auch meine Eltern noch von ihrem Hausbau kennen: in dem Berg teuer bezahlten Wohn- und Einrichtungszeitschriften gab es eine Menge schön gestalteter Wohnungen und Räume, aber vielleicht nur eine Hand voll Bilder davon boten passende Inspiration für die eigenen Interior Styling-Vorhaben. Frustrierend so eine Geld- und Zeitverschwendung. Damals. Denn heute haben wir ein HOME-Board mit tausenden wunderschönen Bildern bei pinterest. Oder noch besser: Houzzdie online-Plattform von Gründerpaar Adi und Alon, die Inspiration rund um Haus und Garten gekonnt mit Fachwissen, direkten Kontakten zu Experten und Designshops verbindet.

Was 2009 als kleines Projekt vor Ort in Palo Alta startete und sich über Nachbarn, Freunde und Familie per Mundpropaganda verbreitete, ist heute mit über 4 Millionen hochauflösenden Fotos die größte Bilddatenbank für Interior und Landscape Design geworden. Hinten dran eine rege Community von 25 Millionen Nutzern im Monat. Lokal gestartet, ist diese heute auf den gesamten Globus verteilt. Auch wenn Bilder eine Sprache sprechen, die man überall auf der Welt versteht, wuchs der Wunsch nach mehr Lokalität unter den Houzz-Nutzern. Weil es einfach mehr gibt als Wohnen im American Style, großen Häusern und riesigen Gärten. Weil uns Deutschen oftmals nur wenige Quadratmeter zum Einrichten zur Verfügung stehen, der Balkon unsere Miniausgabe des amerikanischen Gartenimperiums ist und wir einfach gerne ökologisch und nachhaltig houzzen. Genau deshalb gibt es seit Mittwoch offiziell Houzz Deutschland und damit eine Version der amerikanischen Erfolgsapp, die nicht nur auf Deutsch ist, sondern auch Inspiration mit lokalen Trends bietet und ihre User mit Experten und Shops vor Ort verbindet.

Gelaunched wurde das ganze in den sagenhaften GORKI APARTMENTS am Rosenthaler Platz, die man by the way von einer Nacht oder wenn man mag auch ein halben Leben lang mieten kann. Ich durfte mit dabei sein, das Penthouse unterm Dach inspizieren und dabei die frisch gebackene deutsche Houzz-App testen. Nebenbei: Gründerin Adi Tatarko ausfragen. Bloggerfreundin Anne  wiedersehen. Neue Blogger wie Jules mit ihrem beglückenden Herz&Blut-Blog kennenlernen.

Was bringt mir Houzz, wenn ich doch bereits pinne und bei solebich angemeldet bin? Das war meine große Frage, die sich nach 5 Minuten Stöbern in der Houzz-App wie in Luft aufgelöst hat. Denn die deutsche App-Version ist nicht nur große Photothek, die den „deutschen“ Geschmack beim Einrichten und Renovieren anspricht. Sie ist zugleich connector zu Experten, Produkt-Shops und anderen Einrichtungsliebhabern als auch Magazin mit Portraits, DIYs und Fachwissen. 

Das erste, was mich bei Houzz überzeugt hat, war das Einbetten von grünen Tags an die Möbel, Tapeten und Co. in den Bildern. Mit einem Klick darauf  bekomme ich alle Informationen zum getaggten Produkt angezeigt und kann direkt zum verlinkten online-Shop weitergehen. Wo ich bisher hoffen musste, dass der Stuhl, den ich in einem Foto so toll finde, vom Blogger im Text dazu erwähnt oder gar verlinkt wird, weiß ich bei Houzz mit einem Blick und Klick Bescheid. Genauso praktisch scheint mir die Unterteilung in der Bildsuche sowohl nach Kategorien (Bad, Schlafzimmer,…) als auch Stil. Damit hat das ewige überscrollen von unrelevanten Bildern bei pinterest ein Ende! Und darüber hinaus hilft Houzz, Experten von A wie Architekt bis Z wie Zaunspezialist in meiner Umgebung zu finden und aufgrund von Rezensionen gut einschätzen zu können, ob diese meine Wünsche und meinen eigenen Stil umsetzten können.  

Ich lese mich seit dem Deutschland-Start letzte Woche begierig durch das Houzz-Magazin. Wie großartig 25qm unter einem Berliner Dach werden können! staune ich und lass mich danach in erste Gedanken an die Vorweihnachtszeit schubsen.

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Das Bild mit der Houzz-App fürs iPad stammt von © Houzz , bei denen ebenfalls die Bildrechte liegen. Alles andere wie immer von mir.

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