UNTERWEGS

Copenhagen Summa(e)ry

Dass nach dem Abschlussendspurt mit Präsentationen und Ausstellung ein Trip in meine Herzensstadt København die Belohnung für alles Mühen sein würde, hatte ich schon erwähnt. Vor Abflug habe ich mich gefragt, ob man bei einer Reise in die Stadt, in der man bereits ein halbes Jahr gelebt hat, von Urlaub sprechen kann (erst recht, wenn es nur vier Tage sind). Wird es den Erholungsfaktor auch im Rummel einer Stadt geben? Und schließt sich der per se aus, wenn man seinen Laptop und Arbeitspflichten mit in den Koffer packt? 
Meine Antwort steht fest: In der Stadt Urlaub zu machen, die man bereits wie seine Westentasche kennt, entschlackt das Programm. Spannende Museen waren ja bereits besucht; die Must-See-Liste längst abgehackt. Damit blieb ausgiebig Zeit, um in Nostalgie zu schweben, alle alten Lieblingsorte zu besuchen und das feeling der Stadt auszukosten. Dank der vielen schönen Parks, die Ostsee in Fahrradfahrnähe (!) und kulinarischem Genuss lies die Erholung nicht lange auf sich warten. Am Ende ist das entscheidende am Urlaub ja doch, dass man das Gewohnte verlässt und den Gedanken wieder freien Lauf gibt. Das haben selbst eins zwei Stunden Arbeit am Laptop jeden Morgen nicht durchkreuzen können – Arbeit im Bett ist nur halbe Arbeit und mit Kaffee auf dem Nachttisch eigentlich schon Frühstück. Sag ich mal.

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Hier die Zusammenfassung meiner vier sommerlichen Tage in der Herzensstadt, kategorisiert in Verben:

OVERNATTE Übernachten 
ist für mich eigentlich keine große Sache. Wichtig ist mir nur ein einigermaßen bequemes Bett – den restlichen Tag ist man ehe so gut wie nie in der Unterkunft. Da Einzelzimmer im Hostel und Hotelzimmer sich kaum merklich im Preis unterscheiden, hab ich mir dieses Mal den Luxus gegönnt, in einem Hotel abzusteigen. Nach Empfehlung von Freunden ist es das Axel Guldsmeden geworden, das in Preis-Leistungs unschlagbar ist. Inklusive ist ein allmorgentlicher Bio-Äpfel und -kaffee und die hauseigene Bio-Pflegeproduktlinie. Dank Batterieproblem im Feuermelder gab es sogar ein Zimmerupgrade bekommen. Besser hätte es nicht sein können.

KOMME SIG  Erholen 
lässt sich in Kopenhagen am besten am Strand in Amager oder Klampemborg. Wenn das Wetter mal wieder weniger sonnig und warm ist, können auch die idyllischen Parks herhalten. Am hyggeligsten finde ich es im Frederiksberg Havne oder im zentral gelegenen Botanischen Garten

SPISE  Schlemmen 
kann man bestens in ganz København. Auch wenn man der Versuchung widerstehen sollte, von dänischen Kronen in Euro umzurechnen… Für ein gesundes Frühstück kann ich jedenfalls das Grød in der Jægersbroggade 50 wärmstens empfehlen. Der porridge ist nicht nur eine leckere Alternative zu boller und kanelsnegl (die würde ich dann bei der Meyers Bageri kaufen), es ist ernährungstechnisch ein optimaler Tagesstart, um einen Tag lang durch CPH zu radeln oder zu schlendern.

Kaffee danach und zwischendurch gibt’s an der Ecke vom Rosenborg Park im kleinsten Café der Stadt. Für eine längere Kaffeepause oder das nächste Frühstück sollte man unbedingt das Kompan’9 besuchen – mein absolutes und deshalb so viel beschriebenes Lieblingscafé.
Am Abend speist es sich modern und edel im Höst. Dort ist das Menü ein echtes Event  – jeder einzelne Gang wird wie ein Star vorgestellt, Kartoffeln dampfend serviert und Soßen vor den Augen über das Gericht gegossen. Alles sinnlich angerichtet auf feinster Keramik von New Norm und Menu-Glas. Wer sich durch die Links klickt, versteht, warum man dort einen Tisch reservieren muss.

Nachdem ich Eis-verwöhnt vom Hokey Pokey bin, war es schwer in der Herzensstadt wirklich gutes Eis zu finden. Als einziges crème-Eis hat mich das von Social Food im Gammel Kongevej 115 zufrienstellen können, auch wenn es qualitativ nicht an das von Hokey Pokey herankommt. Doch sowohl konzeptionell als auch geschmacklich überzeugt haben mich ENGMARK, die einen kleinen Stand an den Travernehallen haben.  Dort bekommt man Jersey Milk Popsicles mit Bio-Zutaten ausschließlich aus Dänemark; in verrückten Kombinationen wie Minze mit Kornblumen, Kartoffeleis mit Kürbiskernen und Rosmarin oder Rhabarber mit Engelwurz. So lækker!

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