LEBEN & GENIESSEN

Zwischen fast vorbei und weitermachen

Die Zwischenzeit auf matimuk hat sich sicherlich längst herum gesprochen. Und auch ich hab schon kurz blinseln lassen, dass Tine mich um ein Rezept zur Fastenzeit gebeten hat. Heute könnt ihr mein Gemachtes und Gedachtes hier auf ihrem großartigen Blog lesen.

Nun nähert sich die Fastenzeit ihrem Ende. „Endlich?“ frage ich und will einen kurzen Rückblick mit Vorresumé wagen:

Als Tine mich zu Beginn des Jahres anfragte, dachte ich mit keiner Silbe an Verzicht. Doch ich sagte zu, wollte mir Gedanken dazu machen. Umso länger ich mich dem Kern des Weglassens näherte, ging mir auf, dass mir das Verzichten eigentlich grundsympathisch ist. Fast ein Jahr unterwegs in Kopenhagen und den Niederlanden hat es sich mir selbst bewiesen – ich brauche nicht mehr als in einen Koffer passt. Wenig ist ausreichend ist mehr. Mehr Fokus, mehr von dem was wirklich zählt, mehr an klaren Gedanken und und mehr Seelenfrieden.
Davon kann man nie genug haben und ich beschloss auf das zu verzichten, wo ich mich trotz knapper Zeit so in den Tiefen des Web verliere. Als Designer kann ich es gut als Inspiration verbuchen, wenn ich mich stundenlang von einem Blog zum anderen hangle. Doch ist es – im Bild weiter gesprochen – ziemlich affig. Genauso wie die Dauerchecks bei Facebook und das endlose Nach-unten-Scrollen auf Pinterest. Seit mehr als sechs Wochen hat Bloglovin, Pinterest, Facebook und Ravelry nun Pause.

„Hält man das wirklich aus?  W i e  hält man das aus?“ fragt man sich selbst und andere einen mitten in dieser Zwischenzeit. Entgegen mein Erwarten fiel mir der Verzicht recht leicht; hauptsächlich, weil ich die großen Vier sofort aus meinen Top Sites im Browser gelöscht habe. Was man nicht sieht, kann auch keine Bedürfnisse wecken. Stattdessen konnte ich meine neu zurück gewonnene Zeit neu investieren. In Besseres, Gewinnbringenderes, in Zufriedenstellendes. Hab ich mir gesagt und getan. Seit Beginn der Zwischenzeit treffe mich dreifach so viel mit Freunden. Ich lache mehr und habe in der Zwischenzeit endlich wieder mal ein Buch gelesen. Ich arbeite zwar mehr, aber konzentrierter und fokussierter, davon auch viel ehrenamtlich. Ich bin zufriedener mit dem, was ich habe, weil ich mir die meiste Zeit  n i c h t  angucke, was ich  n i c h t  habe (Wertvolle Gedanken dazu gibt es hier und bei stepanini), weil ich selbst produziere statt endlos konsumiere.

Nun, wo das offiielle Fastenende greifbar näher rückt, frage ich mich, was ich aus meinen Erfahrungen herausziehe, und erarbeite Spielregeln für meinen weiteren Internetkonsum. Unverändert von der Zwischenzeit wieder zurück in die die Normalität Routine von davor zu fallen, wäre fatal. Einmal entschlackt, möchte ich weitermachen. Weil  w e n i g e r  weiter   m e h r   sein wird.

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6 Gedanken zu “Zwischen fast vorbei und weitermachen

  1. dein beitrag bei tine ist wunderbar…
    schon das lesen und schauen klärt den geist

    im internetfasten und alles in einen koffer packen bin ich leider nicht so gut
    aber mein dankeschön für dein wunderbares tuch
    das passt auf jeden fall in jeden koffer:)
    kam´s schon an?

  2. internetfasten. ab und an übe ich mich darin und merke doch wie wenig es gelingt. ich danke dir für deine guten, einfachen worte, die so wunderbar vermitteln, wie viel man gewinnt, wenn man bewusst auf etwas verzichtet. das merke ich mir. und hüpfe hinüber zu matimuk. liebe grüße, theresa

  3. Du hast es auf den Punkt getroffen. Deine Beiträge bei Tine und hier bringen mich zum Nachdenken über die eigenen Gewohnheiten. Ich weiß, wie viel Zeit ich vertrödele und ändere doch nichts daran. Wirklich toll dein Verzicht. Ich hoffe, es geht weiter und färbt ein bisschen ab :‘)
    Passenderweise ist mein Smartphone am Wochenende kaputt gegangen. Dadurch faste ich jetzt – unfreiwillig, aber doch bewusst – das mobile Internet.

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