LEBEN & GENIESSEN

Halt, hängengeblieben!

In meinem Kleiderschrank zeigen sich klare Vorlieben auf: weiß, beige, schlichte Schnitte und alles viel zu weit. Ein bisschen Kartoffelsack, würde meine Mom sagen. Einfach nur oversized meint die Modeindustrie. Doch das ist mir ganz egal. Ich bin überzeugt, ich mag das so. Und ganz besonders dieses italienische Garnkonstrukt – mit Ärmellöchern so groß, dass ich wohl Arm, Bein und Kopf gleichzeitig durchstecken könnte. Ob es an den Beinumfang eines Elefantenbabys angepasst wurde?
Jedenfalls geht es recht amüsant mit diesem Stück im Alltag zu. Türklinken, Hebel, Knäufe – an ihnen können meine Ärmel nicht vorbeigehen. Am aller liebsten mögen sie jedoch Kleiderbügel und damit Einkaufsbummel in vollen Läden. Deshalb musste ich mich gleich drei mal letzte Woche in den Bügeln anderer shoppinglustiger Gesellen einhaken und in eine scheinbar untrennliche Verbindung mit ihnen treten. Überraschte und manchmal auch ängstliche Oh, nein’s waren  jedes mal Antwort auf das Malheur. Doch das ist noch nichts, denn vollbepackt und mit dem Handy am Ohr schlenderte ich ein anderes Mal meinen Weg lang und hielt mich wieder selber auf. Oder genauer gesagt meine Jacke hielt mich auf, als sie sich am Knauf eines Trolly festkrallte. Das Ding, von mir mitgezerrt, fiel schon fast um, weil ich ebenso beschäftigt war. Doch nicht nur mir entlockt dieses fast alltägliche Hängenbleiben ein Lächeln, auch die Trolly-Besitzerin hat es mit Humor getragen.

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