LEBEN & GENIESSEN

Weisheit des Tages

Um Finden zu können, muss man erst sich selbst verlieren.

Ich war mit meinen Gedanken für einen Augenblick eingefroren, als ich die Tiefe in diesem Satz meiner Zeichnen-Professorin erkannt habe. Verlieren um Finden zu können. Das schien mir sofort ganz logisch: Wenn nichts verschwindet, ist nichts zu suchen. Und schließlich nichts zu finden. Doch sie sprach von Sich-selbst-Verlieren. Meinte im Zusammenhang mit dem Arbeitsprozess nur die Wichtigkeit, das verkrampfte Denken und Wollen auszuschalten. Einfach machen. Ausprobieren. Spielen. Um am Ende zu entdecken. Etwas zu finden, was interessiert. Und gefällt.
Doch für mich war dieser Satz einfach mehr. Viel mehr. Er ist eine ganze Lebensaufgabe. Denn für mich heißt dieses Sich-Selbst-Verlieren mich vollkommen in die Hände Gottes begeben. Wirklich alles abzugeben und mit Ihm zu teilen – Sorgen, Pläne, Emotionen, Leidenschaften, Wünsche, Interessen. Ich bin nichts mehr. Werde klein, weil Er so groß ist. Verliere mich selbst – in Ihm. Und genau dann finde ich: Mich geborgen als sein Kind. Voller Zufriedenheit, Zuversicht und Hoffen. Dann wird in mir alles ruhig und still. Es wird Frieden im Herzen.

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